Die entscheidenden Unterschiede
Vergleiche zuerst den Zweck deines Geldes. Vermögen für den Ruhestand kann anders gebunden sein als Geld für eine Immobilie, eine berufliche Pause oder eine kurzfristige Reserve.
| Frage | Altersvorsorgedepot | Freier ETF-Sparplan |
|---|---|---|
| Staatliche Zulagen | Bei erfüllten Fördervoraussetzungen | Keine Altersvorsorgezulagen |
| Verfügbarkeit | Altersvorsorgebindung; Sonderregeln für Entnahmen | Grundsätzlich durch Verkauf verfügbar |
| Erträge beim Sparen | Keine laufende Besteuerung im Vertragsrahmen | Kapitalertragsteuerregeln, ggf. Vorabpauschale |
| Spätere Entnahme | Vertragliche Auszahlung und § 22 Nr. 5 EStG | Verkauf und Besteuerung der Kapitalerträge |
| Anlageangebot | Gesetzliche Grenzen und Angebot des Anbieters | Angebot des Brokers |
| Risiko | Marktrisiko bei Depot ohne Garantie | Marktrisiko des gewählten ETF |
Förderung kann durch Kosten teilweise aufgezehrt werden
Eine Zulage ist eine konkrete Einzahlung. Laufende Gebühren wirken dagegen Jahr für Jahr auf das investierte Vermögen. Deshalb reicht es nicht, allein die Höhe der Zulagen nebeneinanderzustellen.
Vergleiche dauerhafte Produktkosten und nicht nur Startaktionen. Auch ein Depot mit 0 € Kontoführung kann Fondskosten, Spreads oder kostenpflichtige Einzelorders haben. Beim Altersvorsorgevertrag kommt die spätere Auszahlungsphase hinzu.
Verfügbarkeit hat einen eigenen Wert
Die langfristige Bindung unterstützt das Ziel Altersvorsorge, schränkt aber deinen Zugriff ein. Wenn du voraussichtlich vor dem Ruhestand auf das Geld angewiesen bist, sind die Bedingungen für eine vorzeitige Entnahme entscheidend. Eine schädliche Verwendung kann Förderung kosten.
Eine liquide Reserve und ein frei verfügbares Depot lassen sich nicht durch eine hohe staatliche Förderquote ersetzen. Welche Mischung passt, hängt von deinen Verpflichtungen, Reserven und Zielen ab.
So prüfst du ein konkretes Angebot
Beginne mit einem realistischen Eigenbeitrag. Prüfe dann deinen Zulageanspruch, alle Kosten, die Anlage und die spätere Auszahlung. Für einen fairen Zahlenvergleich müssten derselbe Eigenaufwand und mehrere nachvollziehbare Rendite- und Steuerszenarien verwendet werden.
Ein fester Endbetrag nach mehreren Jahrzehnten suggeriert sonst mehr Sicherheit, als die Annahmen hergeben. Unsere Werkzeuge zeigen deshalb zunächst die überprüfbaren Förderbausteine und Vertragsfragen.
- Welche Summe muss kurzfristig verfügbar bleiben?
- Welche Förderung ist tatsächlich erreichbar?
- Wie unterscheiden sich die dauerhaften Gesamtkosten?
- Welche Risiken und Bindungen passen zu meinem Ziel?
Wie stark wirken laufende Kosten über 30 Jahre?
Ein vereinfachtes Modell isoliert die Kostenwirkung: gleicher Startbetrag, gleiche angenommene Marktrendite, unterschiedliche laufende Gebühren. Es bewertet weder einen Anbieter noch die Förderung. Die tatsächlichen Märkte schwanken, und künftige Ergebnisse sind offen.
Kleine Kostendifferenz, lange Wirkung
Drei Geldzwecke statt einer Alles-oder-nichts-Entscheidung
Geld für eine unerwartete Rechnung muss verfügbar sein. Geld für ein Ziel vor dem Ruhestand braucht einen passenden Zeithorizont. Erst der langfristige Vorsorgeanteil lässt sich unter den Bindungen eines Altersvorsorgevertrags beurteilen. Ein frei verfügbares Aktien-ETF-Depot ist dabei wegen möglicher Kursverluste ebenfalls keine sichere kurzfristige Reserve.
| Geldzweck | Die entscheidende Frage |
|---|---|
| Reserve für laufende Verpflichtungen | Ist das Geld kurzfristig verfügbar und ohne Kursverlust nutzbar? |
| Flexibles langfristiges Vermögen | Kann ich einen Börsenrückgang aussitzen, auch wenn ein Verkauf nötig wird? |
| Zusätzliche Versorgung im Alter | Rechtfertigen Förderung, Kosten und Auszahlung die langfristige Bindung? |